Fursten Forest vom 31.05.-03.06.18

Was bei den Hinterlassenschaften der Bundeswehr dem Einen ein Dorn im Auge ist, erfreut andererseits viele Offroadbegeisterte. Die Quad-X-Crew hatte das Glück ein verlängertes Wochenende (Fronleichnam) in Europas größtem Offroadpark Fursten Forest zu verbringen, wo reichlich Trails, Schlamm- und Wasserlöcher auf uns gewartet haben.

Fursten Forest ist ein ehemaliges Bundeswehr Übungsgelände, welches nach Schließung in einen Offroadpark umgewandelt wurde. Das Gelände ist über 360 Hektar groß und umfasst eine Sandgrube um Wüsten ähnliches Fahren zu simulieren, ein Sandgebiet im Wald, eine Betonpiste die, wenn sie nass ist, wunderbar zum Driften verführt sowie mehrere Biotope, welche nicht befahrbar sind. Der Park besteht überwiegend aus bewaldetem Gelände mit unzähligen Wald- und Feldwegen. Abgesehen von teilweisen, knietiefen Schlammpassagen gibt es keine extremen Schwierigkeitsgrade. Dafür gibt es eine endlose Weite des Geländes. Es bedarf schon 1-2 Tage, intensiven Fahrens um alle Winkel des Geländes zu erkunden.

 

Ferner ist eine Brücke zum Befahren und Unterqueren (nur Quad), eine Wippe, eine Extremsteigung („Winde“) etc. vorhanden. Alles was vier Räder hat und geländetauglich ist, ist hier herzlich willkommen.

 

Nach abgeschlossener Tour kann dein Fahrzeug an einem Waschplatz der mit Brauchwasser arbeitet von Schlamm und Sandresten gereinigt werden. Es stehen zwar 4 Schläuche zu Verfügung, aber grade abends ist der Andrang recht groß. Hier ist Fairplay geboten. Die Reinigung sollte also nicht bis auf Hochglanz erfolgen, sondern nur groben Schmutz entfernen.


Ein sehr negativer Punkt, wenn wir schon bei der Pflege sind, sind die sanitären Anlagen. Es standen bei den Männern für ca. 100 Personen nur zwei stille Örtchen zur Verfügung, welche zwar mehrmals am Tag, jedoch nur mäßig gereinigt wurden und Ihre besten Tage schon hinter sich haben. Grade in den Stoßzeiten waren Schlangen vor den Toiletten zu sehen. Bei den Duschen war es leider ähnlich. Die Duschvorhänge waren schimmlig. Düsen verstopft. Haken zum Einhängen der Brausen abgebrochen, der Ventilator hatte schon mächtig Staubflocken angesetzt, was darauf schliessen lässt das der Putzlappen den Weg dorthin leider schon länger nicht mehr gefunden hat.

 

Wer selbst kein Fahrzeug besitzt kann an geführten Quadttouren teilnehmen. Die Tourguides sind recht zügig unterwegs, was ein Maximum an Fun verspricht, Wer selber Panzer, Hummer, SuperCar, Buggy oder Quad fahren möchte, kommt hier auch voll auf seine Kosten. Für die, die länger als einen Tag bleiben möchten besteht die Möglichkeit auf dem Campingplatz in den ehemaligen Schiessbahnen, oder bei grösseren Gruppen ach Absprache auf dem ehemaligen Sportplatz zu nächtigen. Wenn du es etwas komfortabler willst, kannst du auch in den ehemaligen Kasernengebäuden eine Gruppenunterkunft, oder ein Doppelzimmer buchen.

 

Zu den Teilnehmern an diesem Wochen bleibt nur zur sagen, dass miteinander in gewohnter Offroadmanier umgegangen wurde. Die „Karre“ wurde sozusagen immer zusammen aus dem Dreck gezogen. Die angetroffenen Nationalitäten waren sehr vielfältig, wobei aufgrund der Nähe zu den Niederlanden, grade die Holländer den größten Teil ausmachen. Es war während unseres Aufenthaltes noch eine Gruppe von 30 Russen anwesend, welche im positiven Sinn ordentlich für Stimmung sorgte. Ein Genosse zog mit Stahlhelm, Mantel und geschulterter Kalaschnikow seine Bahnen. Ob er die Ostfront noch gefunden hat, konnte abschliessend aber nie geklärt werden.

 

Neben den o.a. möglichen Offroadaktivitäten kann in Gruppen auch Paintball, oder Lasertag gespielt werden. Hier sollte darauf geachtet werden, dass die Gruppen grade beim Paintball aus mindestens 8 Personen bestehen, da man sich sonst auf dem relativ grossen Gelände verläuft und mehr Zeit in Kondition wie in Kampfsimulation investiert. Eine Kartbahn ist auch vorhanden. Für das leibliche Wohl sind auf dem Gelände zwei Restaurants vorhanden. In „Antjes Lounge“ (eher ein Cafe) wird morgens das Frühstück serviert im anderen, in „Antjes UFFZ“ kann mittags und abends exorbitant gut gespeist werden. Allein das Arrangement der Speisen auf den Tellern war ein Augenschmaus. Das hätten wir so nicht erwartet und ist absolut einen Besuch wert.

 

Am Wochenende sind ab und zu Veranstaltungen mit Live Musik. Welche, erfahrt ihr an der Anmeldung, oder auf der Webseite.

Was tun bei Schäden am Quad:

Obwohl einige Spezialisten mehr Werkzeug dabei hatten, wie in manchen Fachwerkstätten zu finden ist, kann es bei Ersatzteilen schnell eng werden. Wir empfehlen euch daher Motorsport Hugo in Fürstenau. Die Adresse findet ihr auf der Webseite. Die Mitarbeiter sind kompetent und können bei nicht maschinenspezifischen Ersatzteilen schnell weiterhelfen. Eine eigene Werkstatt ist auch vorhanden.

Shoppen im Umkreis:

Fazit:

Der Offroadpark ist in jedem Fall einen Besuch wert. Wir können auch unter Berücksichtigung des Preis-Leistungs Verhältnis nur die Empfehlung aussprechen dort einen Kurzurlaub zu verbringen. Wenn ihr mehr vom Offroadpark sehen wollt, könnt ihr unter nachfolgenden Link eine kleine Auswahl von Fotos und Videos unseres Ausfluges sehen. Fursten Forest 2018

Allgemeine Infos:

Fahrzeit von Frankfurt a.M. aus mit Anhänger ca. 5 Stunden für 341 km/h. Die Autobahnen in Richtung FF sind leider sehr stark frequentiert, daher sollte entsprechend mehr Zeit eingeplant werden.

Wer ein verlängertes Wochenende unter Einbeziehung eines Brückentages verbringen will, sollte sich den Fronleichnam aussuchen, da in Niedersachsen kein Feiertag ist und der Offroadpark nicht so überrannt ist.

Willkommenstrunk: 1 Gratiskaffee im Uffz

Es dürfen nur für den Straßenverkehr zugelassene Fahrzeuge eingesetzt werden. Geschwindigkeitsbegrenzung beachten (meistens 30 km/h)

Fahren ohne DB-Killer ist nicht gestattet!

Umweltkodex beachten

Feuer nur in dafür ausgelegten Feuerschalen

CEE Adapter für Stromanschluss wird benötigt

Öffnungszeiten (ganzjährig):

In den Frühjahr/Sommermonaten: 9.00 – 17.00 Uhr

in den Herbst/Wintermonaten: 9.00 – 16.00 Uhr

 

 

 

Adresse:

Pommernstrasse 12, 49584 Fürstenau, Tel. 05901-9616-250, Fax. 05901-9616-251

 

Weitere Details zum Offroadpark findet ihr hier: Fursten Forest

 

 

 

 

 

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