„Rubber Duck“ oder wie jetzt?

Nein, wir möchten keinen inhaftierten Kollegen befreien, so wie der Trucker „Rubber Duck“ seinerzeit im Film Convoy.

Vielmehr wollen wir heute mal das Thema „CB-Funk“ beleuchten. Wozu CB-Funk beim Quadfahren wirst Du sicher jetzt fragen, es gibt doch Handy´s.

diese PMR Funkgeräte haben wir zum Testen…

 

Na klar kann man auch zur Kommunikation innerhalb der Gruppe auf Smartphones zurück greifen. Allerdings kosten die meisten Handys mehrere hundert Euro und können schnell mal im Regen, Schlamm und Dreck beschädigt werden.

Kleine, robuste und wasserdichte Handfunkgeräte gibt es dagegen schon ab ca. 25€.

Als sehr praktisch hat sich auch die Kommunikation per Funk, auf dem Weg zum Offroadpark (im Konvoi) erwiesen. Funkgeräte funktionieren nämlich auch da wo es kein „Netz“ gibt und alle in der Gruppe hören direkt mit.

Praktische Beispiele:

  • Einleiten von Pinkel- oder Essenspausen
  • Info bei spontaner Routenänderung
  • Info bei „Besonderheiten jeglicher Art“ (Blitzer ect.)
  • Parkplatzeinweisung vor Ort

Doch welches Gerät ist nun das Richtige?

Neben dem weit bekannten CB-Funk gibt es noch den PMR-Funk und den Freenet-Funk. Grundsätzlich kann man sagen das der CB-Funk mit einer Sendeleistung von ca .4 Watt und den entsprechenden Antennen größere Reichweiten erzielt wie die beiden anderen Funkarten. PMR wie auch Freenet-Funk senden nur mit einer Leistung von 0,5 bzw.1 Watt und bieten (in der legalen Version), keine Möglichkeit die Antenne auszutauschen.

CB-Funk Geräte sind dagegen größer, schwerer und auch teurer als die günstigen PMR/Freenet Geräte.

In Gesprächen mit CB-Funkern stellte sich heraus, das Reichweiten bis zu hundert Kilometern und mehr möglich sind (eine entsprechend große und richtig platzierte Antenne voraus gesetzt). An bestimmten Tagen, bzw. bei bestimmten Wetterbedingungen ist es sogar möglich mit anderen Kontinenten zu Funken.

Das geht natürlich mit den kleinen PMR/Freenet Geräten nicht. Aber, das wollen wir ja auch gar nicht.


Hier die Geräte im kurzen Vergleich:

Funk-ArtCB-FunkPMR-FunkFreenet-Funk
Preis (Handfunkgerät)ab 130€ab 25€ab 25€
Frequenzen26,565 MHz bis 27,405 MHz 446,0 bis 446,2 MHz149,01875 MHz – 149,11875 MHz
Anzahl-Kanäle801616
Reichweitebis zu 100kmbis zu 1,5kmbis zu 1,5km
Sendeleistung4 Watt0,5 Watt1 Watt
Antenne austauschbarjanein nein
Gehäuseformatgroßkompaktkompakt
Zugelassen inEuropaweit
(mit wenigen Einschränkungen)
Europaweit
(mit wenigen Einschränkungen)
nur Deutschland
Verboten inaußerhalb Europasaußerhalb Europasaußerhalb Deutschland

Bitte informiere dich selbst vor Reisebeginn über die aktuelle Gesetzeslage deines Urlaubslandes.


Motorola T80 extreme

Die Entscheidung, letztendlich PMR Funkgeräte zu nutzen, ergab sich schlicht aus dem niedrigen Preis, der einfachen Bedienung und der kompakten Bauform der Geräte.

Die beiden gelben Walkie-Talkies der Marke Motorola haben wir bereits seit Jahren im Firmengebäude im Einsatz, dort haben sie auch schon gute Dienste geleistet. Doch wie sieht´s mit der Reichweite im Freien / Gelände aus?

Die Reichweitenangaben der Hersteller sind sehr unrealistisch. Hier wird von bis zu 10km gesprochen. Selbst bei idealen Bedingungen halte ich das für völlig übertrieben. Die vorläufigen Tests haben im Gelände wie auch im Wohnort, Reichweiten zwischen 1-1,5km ergeben. Das sollte aber in den deutschen Offroadparks durchaus reichen (als Ausnahme wäre hier sicherlich nur Fürsten Forest zu nennen).

Wie Du oben im Bild gesehen hast, haben wir mal einige Geräte für weitere Vergleichstests bestellt und werden Diese in der nächsten Zeit ausgiebig und praxisnah testen.

Die Ergebnisse folgen dann hier auf dieser Seite.


Anmerkung:

PMR ist nicht gleich PMR.

Vor dem Kauf von PMR-Geräten unbedingt sorgfältig prüfen ob es sich um sogenannte „Jedermanns-Funk“ oder um „Amateur-Funk“ Geräte handelt. Letztere dürfen ausschließlich mit einer Funklizenz betrieben werden.

Erkennungsmerkmale der Amateurfunk Geräte:

  • Kombinierte Frequenzbereiche 149Mhz und 446Mhz
  • Höhere Sendeleistung > 0,5 bzw. 1 Watt
  • wechselbare Antenne

Update 22.06.2022

Nach einigen Test ’s in der näheren Umgebung hat sich nun Folgendes ergeben.

Egal welches Gerät verwendet wurde, die erzielten Reichweiten waren annähernd gleich. Eine Reichweite über 1500 Meter im „Mischgebiet“ ist unrealistisch (Mischgebiet = Häuser, Bäume und Brücken in der Umgebung)

Bei der Verwendung der Geräte im Auto auf der Autobahn, sinkt die Reichweite im Praxistest auf ca. 500-800 Metern.

Zwar konnten wir in Ausnahmen über größere Distanzen kommunizieren (stellenweise bis zu 15km) allerdings nur unter absolut idealen Verhältnissen. Doch auf Diese kann man unterwegs einfach nicht setzen.

Fazit:

Für Distanzen bis ca. 1000m  sind diese kleinen und günstigen Geräte absolut ideal und bieten hierfür eine zuverlässige Art der Funkverbindung. Wer eine Funkverbindung auf der Autobahn im Konvoy über einige Kilometer oder über mehrere Ortschaften hinaus aufbauen möchte, sollte dann doch lieber auf CB-Funkgeräte zurück greifen.

Auf Grund der im CB-Funkbereich verwendeten Wellenlänge und der höheren Sendeleistung, ist mit einfachen Mittel eine wesentlich größere Reichweite zu erzielen. Zu Testzwecken ist bereits ein CB-Funkgerät bestellt, Test’s dazu folgen….